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October 12 Wohin bloß mit dem vielen Geld?Chinas Handel wächst ununterbrochen weiter. Der Handelsbilanzüberschuss für die ersten neun Monate dieses Jahres sind auf circa 130 Mrd. Euro (185,7 Mrd. Dollar) angewachsen, was schon mehr ist, als der gesamte Überschuss im letzten Jahr (177,5 Mrd. Dollar).
Die angehäuften Währungsreserven (über 1 Billion Euro), will China nun zunehmend gewinnbringlicher als in US-Staatsanleihen anlegen. So gründete die Volksrepublik auch einen mit 140 Mrd. Euro dotierten Fonds, der in Unternehmen investieren soll. Gemeinsam mit Fonds anderer Länder (zB Emirate, Singapur) verfügen die Staatsfonds über gewaltige Mittel. Angesichts dessen brach in Europa eine Diskussion zum Schutz von Schlüsselindustrien aus ...
September 02 PraktikumNach einem schönen Auslandsjahr, einer wunderschönen Reise und einem kurzem Zwischenstopp zu Hause, fängt morgen mein Praktikum an. Nichtsdestotrotz, werde ich auch in Zukunft zu Themen bezüglich China auf diesem Blog schreiben. Unsere ChinareiseNach einem Monat reisen
gibt es natürlich einiges zu berichten, wobei ich hier nur das wichtigste
zusammenfasse. Die ersten paar Tage schaute ich mir mit meiner Mutter in
Beijing ein paar Sehenswürdigkeiten an (Platz des Himmlischen Friedens,
Verbotene Stadt, Hutongs, Beihai Park). Danach kam Hebe zu uns nach Beijing und
wir kletterten gemeinsam mit ihrer Mutter auf die Große Mauer und besichtigten
den Himmelstempel. Nach ein paar schönen Tagen in Beijing reisten wir drei
weiter nach Xi’An, um uns dort vor allem die berühmte Terracotta Armee
anzusehen, um zwei Tage darauf nach Chengdu weiterzureisen. Chengdu war der
Startpunkt unserer Tibetreise. Die ersten Tage in Lhasa waren wir noch ziemlich
k.o., da die Umstellung von 700 auf 3700 Höhenmeter nicht so einfach ist. In
Lhasa besichtigten wir den Potala Palace (dem früheren Sitz des Dalai Lamas).
Außerdem unternehmen wir einen Ausflug zum heiligen Namtso See, der uns über
den höchsten Punkt unserer Reise führte (ca. 5200 Meter). Außerdem besichtigten
wir noch die Stadt Shigatze, um danach mit dem Tibetexpress in zwei Tagen nach
Chongqing zu fahren. Von dort aus machten wir eine dreitägige Schiffsfahrt auf
dem Yangtze, die uns unter anderem an den berühmten drei Schluchten
vorbeiführte, sowie ein Zwischenstopp am Drei-Schluchten-Staudamm. Nach
Stationen in Hangzhou (West Lake), Suzhou (Seidenstadt und berühmt für seine
Gärten) und Zhouzhuang (das chinesische Venedig), erreichten wir Shanghai. Dort
genossen wir die einzigartige Skyline um danach wieder nach Beijing
zurückzukehren. In Beijing stand noch der Sommerpalast auf dem Programm, sowie
ein lockeres Ausklingen des Urlaubs.
Bilder der Reise July 07 Bye Bye DalianDas wars also. Das Studienjahr ist am Donnerstag zu Ende gegangen und ich werde Dalian auch gleich verlassen, um mich zuerst auf eine längere Chinareise zu begeben und danach endlich mal wieder nach Hause zu kommen. Abschiede sind immer gute Zeitpunkte, um Resümee zu ziehen. Im Nachhinein betrachtet war es die absolut richtige Entscheidung, mein Auslandsjahr hier in Dalian zu verbringen. Wie schon vorher darauf eingestellt, waren die Kurse nicht so gut, wie vielleicht auf anderen Partnerunis von uns, aber sie waren doch besser, als ich mir es vorgestellt habe. Vor allem im ersten Semester konnte ich mich über die Kurse nicht sonderlich beklagen, zumal ich noch zwei Kurse von ausländischen Professoren belegt habe. Im zweiten Semester waren die Kurse nicht mehr so gut, aber dafür konnte ich mich auf Chinesisch konzentrieren. Durch den Besuch der Sprachschule, mit täglich vier Stunden Chinesisch, haben sich meine Chinesischkenntnisse enorm verbessert, sodass ich jetzt sagen kann, dass ich zumindest im Alltag alles auf Chinesisch regeln kann. Privat ist zu sagen, dass ich mich in Dalian gut eingelebt habe und Dalian schon fast meine zweite Heimat wurde. Vor allem durch meine Freundin hab ich hier heimatliche Gefühle entwickelt. Jeder Abschied bringt allerdings auch einen Neuanfang mit sich, oder wie die Chinesen sagen, wenn das Alte nicht geht, kommt auch nichts neues (旧的不去,新的不来). Der erste Neuanfang ist zuerst man die lang ersehnte Chinareise in der meine Mutter, meine Freundin und ich halb China bereisen werden, aber davon dann im August mehr ... June 21 FußballspielGestern war ich mit zwei Kumpel beim Fußballspiel in Dalian. Die Anreise lief wider Erwarten problemlos. Wir sind mit den Fanbussen ins Stadion gefahren und alles hat prima geklappt. Das Spiel Dalian Shide gegen Liaoning, war ein Derby. Vom Derbycharakter merkte man allerdings ziemlich wenig, da das Stadion ziemlich leer war. Von den Gästen ist maximal ein Bus voll Leuten gekommen. Das Spiel war leider auch nicht der Hammer und so endete mein zweites chinesisches Erstligaspiel mit einer Nullnummer. Nichtsdestotrotz war es ein schöner Abend. Chinas AktienmarktWie schon in den vorigen Einträgen berichtet, gibt es Warnungen vor einer Blase des chinesischen Aktienmarktes, die die Börsen zeitweise dramatisch einbrechen ließen und auch schon Maßnahmen der Regierung als Folge hatten (Stichwort Steuererhöhung). Das Vertrauen der Chinesen in die Börse ist dennoch nicht zu verloren. Laut einer Umfrage der chinesischen Zentralbank, bevorzugen 40% der Stadtbewohner eine Anlage in Aktien gegenüber klassischen Sparbüchern. Bemerkenswert ist, dass dies knapp 10% mehr sind, als vor drei Monaten. Die chinesische
Regierung versucht unterdessen, das Angebot an Aktien zu erhöhen, in dem sie
den großen chinesischen Unternehmen nahe gelegt hat, nach Listings in Hong
Kong, auch am Festland gelistet zu werden. Beispiele hierfür sind China Mobile
(größter Mobilfunkkonzern gemessen an Kundenzahl), China Construction Bank und
Petro China (Börsenbewertung von ca. 270 Mrd. US$).
Umfrage Zentralbank June 11 Besuch in einer VolksschuleVor ca. ein einhalb Wochen besuchten wir im Rahmen eines Charityevents eine Volksschule in Dalian. Die finanziellen Mittel dieser Schule sind sehr begrenzt und daher auch die Lehrer knapp. Von daher entstand die Idee, dass einige Studenten in diese Schule fahren und dort Englisch unterrichten. Am Beginn standen die üblichen chinesischen Eröffnungsreden, die ich diesmal sogar teilwase verstand. Fast von jedem Redner wurde darauf hingewiesen, dass diesmal sogar Ausländer hier herkamen. Danach gingen wir in die Klassenzimmer. Vera und mich verschlug es in die jüngste Klasse. Um das ganze locker zu gestalten, wurde zuerst mal gesungen und getanzt. Die Kinder waren ganz aus dem Häuschen und ich hätte mir so eine Disziplinlosigkeit in keiner chinesischen Schule vorstellen können. Zumal bei der Eröffnungsfeier alle in Reih und Glied, fast schon im militärischem Stil, angetreten waren. Nach dem Singen blieb nicht mehr viel Zeit. Wir stellten und nur kurz vor und leider war „My name is ...“ und „My hobby is playing football“ schon zu viel für die Englischkenntnisse der Kinder. Daher wurden unsere Worte übersetzt. Danach ging es ab in eine ältere Klasse, wo wir ein paar englische Übungen machten. Das war eigentlich sehr witzig, obwohl die Kinder gerade im mündlichem Bereich, auf Englisch nicht so fit waren. Gestern erlebte ich noch eine Sache, die mich schmunzeln ließ. Auf den Weg zu den Wohnheimen sahen wir viele Leute, die auf der Straße Sachen verkauften, wie zB Magazine, Stofftiere, Lampen etc. Mir kam das ganze ein wenig komisch vor, da die teilweise in Reisekoffern daherkamen. Meine Freundin sagte mir, dass das Studenten sind, die gerade fertig studiert haben und jetzt ihre ganzen, nicht mehr benötigten Sachen verscherbeln. Da ich auch gleich fertig mit dem Studium bin, werd ich das vielleicht auch machen ;-) June 04 Der nächste EinbruchAuch heute wieder sind die internationalen Blätter voll mit Berichten über
die chinesische Börse. Als ich heute Mittag auf China Daily las, dass der
chinesische Aktienmarkt schon wieder bis zu vier Prozent eingebrochen ist, habe
ich noch gezögert, einen Eintrag zu schreiben. Im Laufe des Tages haben sich
die Verluste aber auf über acht Prozent ausgeweitet und man kann daher von
einem weiteren Einbruch reden, der noch größer ist als der letzte Woche. Grund
dafür ist diesmal die befürchtete Einführung einer Kapitalertragssteuer, die
Kursgewinne besteuern würde.
Artikel Update 5.6.: Am heutigen Tag fiel der Shanghai Composite Index bis zur Mittagspause um weitere 5,66%. Damit haben die chinesischen Aktien seit Erhöhung der Stempelsteuer letzter Woche um ca. ein Fünftel nachgegeben.Artikel May 30 Kontrollierter Absturz?Mein aktuelles
Lieblingsthema, der chinesische Aktienboom und die Gefahr einer Blase,
beschäftigt auch heute die Weltmedien. Heute hat der SSE Composite, der
Aktienindex der Shanghai Stock Exchange, mehr als fünf Prozent nachgegeben.
Dies ist angesichts eines Anstieg des Index um mehr als 60 Prozent in diesem
Jahr zwar eine kleine Korrektur. Allerdings ist es schon das zweite Mal in
diesem Jahr, dass der Aktienindex empfindlich einbrach. Der Einbruch hat eine
Erhöhung der Steuern auf Aktientransaktionen als Hintergrund, die ohne große
Vorankündigung verdreifacht wurde. Dies lässt vermuten, dass die chinesische
Regierung bezüglich des Aktienbooms besorgt ist und das Wachstum bremsen
möchte. Ein Einbruch der chinesischen Börsen hätte laut einem ORF-Artikel (Link
siehe unten) zwar keine allzugroßen Auswirkungen auf die chinesische Wirtschaft
und würde den herrschenden Wirtschaftsboom nicht abwürgen, jedoch gibt es
Befürchtungen von sozialen Unruhen, sollte es wirklich einen Börsencrash geben.
May 24 Das angekündigte PlatzenIn letzter Zeit entwickelt sich mein Blog unbeabsichtigterweise in einen Finanzblog. In den letzten Tagen hab ich einige Artikel über Chinas Börsen gelesen. Mittlerweile gibt es viele Stimmen, die eine Spekulationsblase befürchten. Fast zeitgleich haben nun der frühere US Notenbank-Chef Alan Greenspan und die OECD von einem Platzen der Blase gewarnt. Greenspan bezeichnet die Kursanstiege in China für nicht nachhaltig und die OECD warnt ebenfalls von einer merklichen Korrektur an Chinas Börsen. Die Artikel dazu:
May 23 Aktienboom in China die ZweiteWie schon vor ein paar Tagen berichtet, boomt der chinesische Aktienmarkt ganz gewaltig. Daher möchte ich auf einen interessanten Artikel des Manager Magazins zu diesem Thema hinweisen:
Der Artikel beschreibt die Sorgen vor einer Spekulationsblase und gibt einige Hintergrundinformationen. May 21 Von Kommunisten und HeuschreckenWenige Tage nach der Vollendung des Verkaufs der BAWAG vom österreichischen Gewerkschaftsbund an den private Equity Fond Cerberus, wurde eine neue Zusammenarbeit zwischen einer traditionell links-gerichteten Organisation mit einem amerikanischem private Equity Unternehmen bekannt. Die kommunisitsche Partei Chinas investiert 3 Milliarden USD in den Börsengang eines Klassenfeindes oder Neudeutsch in eine Heuschrecke, dem US-Finanzinvestor Blackstone. Dabei übernimmt China bis zu max. zehn Prozent der Anteile am US-Unternehmen. Dieser Deal ist ein Teil der Strategie der chinesischen Regierung, die riesigen Devisensummen des Landes in Höhe von 1200 Milliarden USD gewinnbringender als bisher in US Treasury Bonds anzulegen. Zu diesem Zeck gründet die KPCh eine neue Agentur, die mit der Verwaltung von ca. 200 bis 300 Milliarden USD beauftragt sein wird. Und so wird gerade eine von der kommunistischen Partei Chinas verwalteter Fonds zu einem der größten Finanzinvestoren der Welt. May 18 SportfestivalAm Donnerstag und Freitag fand das 35. Sportfestival an unserer Uni statt. Dafür wurden wir am Donnerstag früh (6:20 Uhr) mit Sportkleidung eingedeckt. Dann gings ab zur Eröffnungszeremonie, wo wir ins Sportstadion einmarschiert sind. Als wir mit Vertretern von den anderen Instituten einmarschierten war das Stadion schon ganz voll. Es folgten die üblichen Ansprachen und die National- bzw. Schulhymne. Leider nahm unser Institut an den Wettkämpfen nicht teil und so veranstalteten wir etwas außerhalb unseren eigenen Sporttag. Am späten Nachmittag und am nächsten Vormittag bin ich aber trotzdem noch alleine ins Sportstadion und hab mir die Spiele angeschaut. Insgesamt war es sehr lustig, mit vielen kleinen Chinesen, die ziemlich viel Lärm gemacht haben. Und auch einige Atlethen waren ziemlich gut und sind wahnsinnig schnell gelaufen. May 10 Aktienboom in China9. Mai 2007, ein Tag wie jeder andere, doch in einer Hinsicht ganz speziell. Das sozialistische China hat einen weiteren Meilenstein auf dem Weg zu einem hyper-kapitalistischen Land hingelegt. An diesem Tag lag das Handelsvolumen der chinesischen Börsen (Shangai und Shenzhen) erstmals über dem des gesamten restlichen Asien (inklusive der Industrienation Japan). Dabei wurden nur die Festlandbörsen gewertet und die Aktienbörse in Hong Kong, die auch nicht zu vernachlässigen ist, zu Restasien gezählt. Das Handelsvolumen am 9. Mai betrug 49 Milliarden US Dollar in Festland China. Damit wurde zB auch London, trotz des starken Pfundes, geschlagen. Insgesamt kam nur die USA an diesem Tag auf ein höheres Handelsvolumen, dies allerdings mit Respektabstand. Die amerikanischen Börsen setzten 122 Milliarden US$ um. Bei dem gerade herrschenden Aktienboom in China wage ich aber die Prognose, dass in nicht allzu ferner Zukunft, auch diese Spitzenposition angegriffen wird. So haben sich die Indeces in China im letzten Jahr mehr als verdoppelt und auch vom Kurssturz am 27. Februar diesen Jahres (minus 9% an einem Tag), das die weltweiten Börsen mit nach unten sacken ließ, konnten sich die chinesischen Börsen raschest erholen. Vor allem die riesigen Ersparnisse der Chinesen bringen noch Potential für weitere Aktieninvestments, vor unter Berücksichtigung der niedrigen Verzinsung der Sparbücher. Quelle: Manager Magazin May 04 Englische Namen von ChinesenZur Zeit habe ich eine Woche Maiferien (wegen Tag der Arbeit am 1. Mai). Da ich die ganze Zeit hier in Dalian bin, gibt es nicht viel aufregendes zu erzählen. Ich relaxe nur und genieße den Frühlingseinbruch hier in Dalian.
Zu diesem Thema empfehle ich das folgende Video (wirklich lustig!) April 11 GeburtstagsfeierGestern war es soweit, meine alljährliche Geburtstagsfeier stand wieder auf dem Programm und es war die erste, die ich nicht in Österreich gefeiert habe. Um ein bisschen Heimatgefühl aufkommen zu lassen, sind wir ins Bavarian Beerhouse gegangen, um dort heimisches Essen zu speisen und heimisches Bier zu trinken. Es war eine willkommene Abwechslung zum chinesischem Essen, auch wenn es mittlerweile so erscheint, dass ich das Essen mit Messer und Gabel schon verlernt habe. Danach sind wir noch ein bisschen ausgegangen, aber auf Grund der Tatsache, dass wir am nächsten Tag wieder Unterricht hatte, ließen wir den Abend ruhig ausklingen. Ich möchte mich hier für die Geburtstagswünsche von zu Hause bedanken und auch an die Freunde hier in Dalian, die mir einen schönen Geburtstag gemacht haben. March 04 AnkündigungIch möchte meinen Blog benutzen, um offiziell meine neuen Internetseiten vorzustellen: Diese Seite gibt einen Überblick über die wichtigsten Statistiken eines Landes auf einen Blick. Daher ist es ideal für Hausübungen oder Präsentationen. 2) www.digital-photo-frame-market.info Diese Seite liefert Informationen zum Kauf von digitalen Bilderrahmen für Geschäftsleute. 3) consumer.digital-photo-frame-market.info Die kleine Schwester der vorigen Website ist für Konsumenten, die planen, einen digitalen Bilderrahmen zu kaufen. February 23 Über Peking zurück nach DalianNach dem letzten, doch recht kurzen
Aufenthalt in Peking, bleibe ich diesmal ein wenig länger (1 Woche) in der
Hauptstadt. January 22 Zwischenbericht ShenzhenNun bin ich schon seit über einer woche hier in shenzhen. Zeit also für einen zwischenbericht. Die zugfahrt war so lang wie erwartet. Dazu kam noch, dass ich mich ziemlich erkältet habe und auch leichtes fieber hatte. So bestand die zugfahrt eigentlich nur aus schlafen. Also bei der zweiten zugfahrt ca. 24 stunden schlaf minus essens- und klopausen. In peking haben wir, wie berichtet, die mutter von meiner freundin getroffen. Sie und noch eine jüngere schwester, sowie ein paar freundinnen sind ganz nett. Leider hab ich nicht allzu verstanden, was sie gesagt haben. In shenzhen wurden wir dann am bahnhof abgeholt. Die leute haben sich um mich gut gekümmert und mir gleich ein paar medikamente besorgt, sodass es mir am nächsten tag schon viel besser ging. Vorher aber stand noch das kennenlernen mit dem chef in der firma am programm. Er war um 10 uhr abends noch in der firma, wie auch noch ein paar andere leute. Dort haben wir noch ein bisschen geplauscht und ich konnte meinen lieblingssatz „ting bu dong“ (ich verstehe nicht) reichlich üben.
Die Arbeit Da ich ja hier bin um zu arbeiten, ein paar worte zu meiner arbeit. Ich bin in der marketing-abteilung untergekommen (frau edelhart wäre stolz auf mich ;-). Die arbeit ist nicht wirklich anstrengend, aber die arbeitszeiten sind nicht gerade witzig. Normal ist mal jeden tag 8 stunden, ok, das geht ja noch. Dazu kommt noch, dass das am Samstag auch noch erwartet wird (das zweite wochenende konnte wir aber frei bekommen). Noch dazu kommt, dass eigentlich die meisten noch länger arbeiten. So kommt es schon mal vor, dass man beim chef um 9 uhr abends eine besprechung hat, oder dass man dann erst gegen 11 uhr abends nach hause kommt. Eine lustige begebenheit war, dass eines tages in der früh lauter süßigkeiten auf den schreibtischen lagen. Ich fragte meine freundin was das soll und anscheinend ist das ein brauch, dass man seinen kollegen süßigkeiten schenkt, wenn man vorhat zu heiraten.
Das Leben Zuerst ist mal die unterkunft zu erwähnen. Wir wohnen ein paar schritte vom büro entfernt, ist in dieser hinsicht praktisch. Die qualität der wohnung ist auch in ordnung. Ein bisschen lästig ist, dass es keine heizung gibt und die isolierung auch nicht wirklich toll ist. So ist es ein bisschen kalt, wobei jetzt auch die kälteste zeit in süden chinas ist. Die kälteste zeit bedeutet hier, dass man eine dünne jacke trägt. Hier hab ich meine erste erfahrung mit vom hand wäschewaschen gemacht, bzw. ich hab ganz gentlemanhaft meiner freundin zugesehen. Ist viel aufwändiger, als ich mir das gedacht habe. Waschort ist unser bad?wc, wobei das wc ein china-typisches loch im boden ist, das beim waschen auch als abfluss dient. Meine freundin hat es aber zu gut gemeint und auch einmal einen meiner socken mit in den abfluss gegossen. Zur freizeitgestaltung ist zu sagen, dass es nicht so viel freizeit gibt. Den ersten Sonntag sind wir in die stadt. Im zentrum ist shenzhen eine sehr schöne stadt, ganz im gegensatz zu dem vorort, wo wir sind. in unserem stadtteil sind viele fabriken und es ist sehr dreckig. Um ins zentrum zu gelangen, benötigt man über 2 stunden mit dem bus (eine richtung). Das zweiten wochenende bestand eigentlich fast nur aus relaxen. January 07 Auf nach ShenzhenMorgen geht es mit meiner freundin auf nach shenzhen. Der vorherige satz umfasst für alle blogleser zwei neuigkeiten, also schön der reihe nach. Erstens hab ich seit jetzt mehr als zwei monaten eine freundin. Der grund, warum ich das im blog nie erwähnt habe ist, dass ich zuerst sicher gehen wollte, dass es was ernsteres ist und nicht a la kolzi zwei-wochen-beziehungen. Ihr englischer name ist hebe. Den chinesischen erspar ich euch. Sie studiert auch an unserer uni und wir verstehen uns bis jetzt blendend. Zweitens, fahren wir morgen nach shenzhen im perlflussdreieck, das zentrum der chinesischen industrie in der nähe von hong kong. Das nicht etwa, um urlaub zu machen, sondern um zu arbeiten. Meine chinesischlehrerin hat uns den job vermittelt. die firma lbzd (http://www.lbzd.cn), ein hersteller von digitalen fotorahmen, sucht jemanden der deutsch kann um die produkte in europa zu verkaufen. Und so führte eins zum anderen. Die bedingung, dass meine freundin auch einen job bekommt, haben sie auch erfüllt. Zuerst fahren wir mit dem nachtzug von dalian nach peking (diesmal haben wir richtig gebucht, oder anders gesagt, es war nicht robin der gebucht hat). In peking haben wir dann ca. 12 stunden aufenthalt, wo wir noch die mutter von hebe treffen werden. Dann geht es in einer 24-stündigen zugfahrt in den warmen süden. ich bin schon gespannt, was uns da erwartet. |
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