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    May 30

    Kontrollierter Absturz?

    Mein aktuelles Lieblingsthema, der chinesische Aktienboom und die Gefahr einer Blase, beschäftigt auch heute die Weltmedien. Heute hat der SSE Composite, der Aktienindex der Shanghai Stock Exchange, mehr als fünf Prozent nachgegeben. Dies ist angesichts eines Anstieg des Index um mehr als 60 Prozent in diesem Jahr zwar eine kleine Korrektur. Allerdings ist es schon das zweite Mal in diesem Jahr, dass der Aktienindex empfindlich einbrach. Der Einbruch hat eine Erhöhung der Steuern auf Aktientransaktionen als Hintergrund, die ohne große Vorankündigung verdreifacht wurde. Dies lässt vermuten, dass die chinesische Regierung bezüglich des Aktienbooms besorgt ist und das Wachstum bremsen möchte. Ein Einbruch der chinesischen Börsen hätte laut einem ORF-Artikel (Link siehe unten) zwar keine allzugroßen Auswirkungen auf die chinesische Wirtschaft und würde den herrschenden Wirtschaftsboom nicht abwürgen, jedoch gibt es Befürchtungen von sozialen Unruhen, sollte es wirklich einen Börsencrash geben.

    Artikel



    May 24

    Das angekündigte Platzen

    In letzter Zeit entwickelt sich mein Blog unbeabsichtigterweise in einen Finanzblog. In den letzten Tagen hab ich einige Artikel über Chinas Börsen gelesen. Mittlerweile gibt es viele Stimmen, die eine Spekulationsblase befürchten. Fast zeitgleich haben nun der frühere US Notenbank-Chef Alan Greenspan und die OECD von einem Platzen der Blase gewarnt. Greenspan bezeichnet die Kursanstiege in China für nicht nachhaltig und die OECD warnt ebenfalls von einer merklichen Korrektur an Chinas Börsen. Die Artikel dazu:

    Yahoo News

    Manager Magazin


    Mal sehen wie es weiter geht ...

    May 23

    Aktienboom in China die Zweite

    Wie schon vor ein paar Tagen berichtet, boomt der chinesische Aktienmarkt ganz gewaltig. Daher möchte ich auf einen interessanten Artikel des Manager Magazins zu diesem Thema hinweisen:

     Artikel

    Der Artikel beschreibt die Sorgen vor einer Spekulationsblase und gibt einige Hintergrundinformationen.

    May 21

    Von Kommunisten und Heuschrecken

    Wenige Tage nach der Vollendung des Verkaufs der BAWAG vom österreichischen Gewerkschaftsbund an den private Equity Fond Cerberus, wurde eine neue Zusammenarbeit zwischen einer traditionell links-gerichteten Organisation mit einem amerikanischem private Equity Unternehmen bekannt. Die kommunisitsche Partei Chinas investiert 3 Milliarden USD in den Börsengang eines Klassenfeindes oder Neudeutsch in eine Heuschrecke, dem US-Finanzinvestor Blackstone. Dabei übernimmt China bis zu max. zehn Prozent der Anteile am US-Unternehmen. Dieser Deal ist ein Teil der Strategie der chinesischen Regierung, die riesigen Devisensummen des Landes in Höhe von 1200 Milliarden USD gewinnbringender als bisher in US Treasury Bonds anzulegen. Zu diesem Zeck gründet die KPCh eine neue Agentur, die mit der Verwaltung von ca. 200 bis 300 Milliarden USD beauftragt sein wird. Und so wird gerade eine von der kommunistischen Partei Chinas verwalteter Fonds zu einem der größten Finanzinvestoren der Welt.

    May 18

    Sportfestival

    Am Donnerstag und Freitag fand das 35. Sportfestival an unserer Uni statt. Dafür wurden wir am Donnerstag früh (6:20 Uhr) mit Sportkleidung eingedeckt. Dann gings ab zur Eröffnungszeremonie, wo wir ins Sportstadion einmarschiert sind. Als wir mit Vertretern von den anderen Instituten einmarschierten war das Stadion schon ganz voll. Es folgten die üblichen Ansprachen und die National- bzw. Schulhymne. Leider nahm unser Institut an den Wettkämpfen nicht teil und so veranstalteten wir etwas außerhalb unseren eigenen Sporttag. Am späten Nachmittag und am nächsten Vormittag bin ich aber trotzdem noch alleine ins Sportstadion und hab mir die Spiele angeschaut. Insgesamt war es sehr lustig, mit vielen kleinen Chinesen, die ziemlich viel Lärm gemacht haben. Und auch einige Atlethen waren ziemlich gut und sind wahnsinnig schnell gelaufen.

    May 10

    Aktienboom in China

    9. Mai 2007, ein Tag wie jeder andere, doch in einer Hinsicht ganz speziell. Das sozialistische China hat einen weiteren Meilenstein auf dem Weg zu einem hyper-kapitalistischen Land hingelegt. An diesem Tag lag das Handelsvolumen der chinesischen Börsen (Shangai und Shenzhen) erstmals über dem des gesamten restlichen Asien (inklusive der Industrienation Japan). Dabei wurden nur die Festlandbörsen gewertet und die Aktienbörse in Hong Kong, die auch nicht zu vernachlässigen ist, zu Restasien gezählt. Das Handelsvolumen am 9. Mai betrug 49 Milliarden US Dollar in Festland China. Damit wurde zB auch London, trotz des starken Pfundes, geschlagen. Insgesamt kam nur die USA an diesem Tag auf ein höheres Handelsvolumen, dies allerdings mit Respektabstand. Die amerikanischen Börsen setzten 122 Milliarden US$ um. Bei dem gerade herrschenden Aktienboom in China wage ich aber die Prognose, dass in nicht allzu ferner Zukunft, auch diese Spitzenposition angegriffen wird. So haben sich die Indeces in China im letzten Jahr mehr als verdoppelt und auch vom Kurssturz am 27. Februar diesen Jahres (minus 9% an einem Tag), das die weltweiten Börsen mit nach unten sacken ließ, konnten sich die chinesischen Börsen raschest erholen. Vor allem die riesigen Ersparnisse der Chinesen bringen noch Potential für weitere Aktieninvestments, vor unter Berücksichtigung der niedrigen Verzinsung der Sparbücher.

    Quelle: Manager Magazin

    May 04

    Englische Namen von Chinesen

    Zur Zeit habe ich eine Woche Maiferien (wegen Tag der Arbeit am 1. Mai). Da ich die ganze Zeit hier in Dalian bin, gibt es nicht viel aufregendes zu erzählen. Ich relaxe nur und genieße den Frühlingseinbruch hier in Dalian.


    In diesem Beitrag will ich kurz über englische Namen von Chinesen schreiben. Spontan fällt mir zu diesem Thema immer wieder eine Szene aus dem Unterricht ein, als der Lehrer gerade die Anwesenheit kontrolliert. Lehrer: „Cesar“ ... „here“, ... „King“ ... „here“ ... „Star“ ... „here“ ... „Chocolate“ ... „here“ usw. Das waren beispielshaft ein paar Namen, die sich die Chinesen als ihre englischen Namen ausgedacht haben. Recht viele hatten dabei solche Namen, wie oben beschrieben, gewählt, an statt „richtige, westliche“ Namen zu wählen. Ein Grund dafür mag sein, dass die chinesischen Namen und die westlichen ganz unterschiedlich sind. In China kann man praktisch jedes Schriftzeichen auch als Namen verwenden, es muss sich nur gut anhören und idealerweise eine positive Eigenschaft haben. So bedeudet mein chinesischer Vorname übersetzt „Regen“. Das Geschlecht der betreffenden Person ist am Namen nicht eindeutig zu bestimmen. Im Westen werden die Vornamen eigentlich fast nur aus einer Liste schon vorhandener Vornamen ausgesucht, die zum Großteil keine andere Bedeutung haben; zumindest haben die meisten die ursprüngliche Bedeutung verloren und werden nur noch als Namen verwendet. Hinzu kommt, dass strikt zwischen Männer- und Frauennamen unterscheidet wird.

     

    Zu diesem Thema empfehle ich das folgende Video (wirklich lustig!)